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Patrozinium der St.-Antonius-Kirche in Schippach

Unsere kleine Dorfkirche in Schippach ist dem heiligen Antonius von Padua geweiht, der auch als Kirchenpatron verehrt wird. Zum Patroziniumsfest feierten wir mit Pfarrer Dr. Heinrich Skolucki einen Gottesdienst in der vollbesetzen Kirche.

Pfarrer Skolucki erzählte in seiner Predigt, dass Antonius ein Franziskaner war, ein Missionar, der in Marokko den Glauben verkündete. Nachdem er krank wurde machte er sich auf die Heimreise. Ein Sturm brachte das Schiff nicht nach Portugal sondern verschlug es an die Küste von Sizilien. An diesem Beispiel sehen wir, dass auch im Leben des Antonius nicht alles glatt ging. Auch wenn etwas misslingt, schiefläuft oder nicht so ist wie wir es gerne möchten, kann noch etwas Gutes daraus werden. Gottes Wort sucht sich seinen Weg, egal ob in der Schöpfung oder in anderen Ereignissen. Gott spricht zu uns. In Italien war Antonius ein großer Prediger des Glaubens. Er wird als Helfer in vielen Nöten angerufen und dient uns als Vorbild im christlichen Leben. Er wird auch „Patron der Schlamper“ genannt. Wenn man Gegenstände, z.B. den Schlüssel verlegt hat oder wenn man innere Werte verloren hat wie Hoffnung, Geduld, Vertrauen, Mut und den Glauben, dann bitten wir ihn um Hilfe. Antonius strahlte Echtheit aus. Er lebte was er predigte. Er predigte Armut und lebte in Armut. Er predigte von Jesus, und trug Jesus im Herzen.

Und es gibt Parallelen zu Barbara Weigand, die hier in der St.-Antonius-Kirche zu Hause war. Sie war auch eine Beterin. Beide haben Gott ernst genommen und ihren Glauben gelebt. Die Gemeinschaft lebt von Menschen, die glauben, die helfen, sich unterstützen, die anpacken. Sie stehen nicht immer im Mittelpunkt, meistens geschieht es im Verborgenen. In unserer Gemeinschaft gibt es viele, die dazu beitragen, dass wir unseren Glauben ausleben können. Der hl. Antonius wurde auch mit einem Kristall verglichen, der im Sonnenlicht strahlt und seine Strahlen zurückwirft. So sollen auch wir sein. Ein Kristallstrahl mit offenem Blick für die Mitmenschen.

Zu Beginn und während des Gottesdienstes sangen wir immer wieder Strophen von unserem „Antoniuslied“ und auch das Schlusslied „Großer Gott, wir loben dich“ wurde mit voller Inbrunst gesungen. Vielen Dank an unseren Organisten Alfred Happel, der uns musikalisch begleitete.

Beim Abschlusssegen betonte Pfarrer Skolucki nochmals, dass diese kleine Kirche ein Ort des Glaubensbekenntnisses ist, für die Begegnung mit anderen Menschen und man hier die Hoffnung und das Vertrauen der Gläubigen spüren kann.

Beim anschließenden Umtrunk fanden noch viele interessante Gespräche statt.

Petra Hitziger-Rubio