Mit dem Lied „Wer glaubt ist nie allein“ begannen wir unseren feierlichen Gottesdienst zum Patrozinium unserer St. Pius-Kirche in Schippach. Pastoralreferent Holger Oberle-Wiesli stellte gleich am Anfang die Frage: „Wer war er“ - dieser Papst Pius X, dem diese Kirche geweiht ist. Er war ein konservativer aber auch konformer Papst. Er stammte aus einfachen Verhältnissen, war volksnah und demütig, seelsorgerlich orientiert. Ein Eiferer, der den Modernismus bekämpfte, gleichzeitig aber war er auch ein Reformer der katholischen Kirche. Er machte den täglichen Kommunionempfang für alle zugänglich. In der Predigt brachte Holger Oberle-Wiesli das Sinnbild: Haben sie schon mal einen Schlüssel verlegt? Sind sie dadurch in Panik geraten? Kamen ihnen dann Gedanken wie, muss ich nun das Schloss auswechseln, was das wieder kostet? Wie oft hat man dann den heiligen Antonius angerufen und vielleicht sogar bestochen um den verlorenen Schlüssel wieder zu finden. Oder einen Schlüssel in der Firma bekommen, damit man einen bestimmten Bereich aufschließen kann und damit Zugang hat. Solch einen Schlüssel zu bekommen heißt auch Verantwortung zu tragen. Menschen mit einer Schlüsselposition müssen gut besetzt sein, sonst geht es nicht vorwärts. Sei es in gehobener Position oder auch in der Politik. Den Erzieherinnen vertraut man seine Kinder an, den Lehrern die Schüler, Eltern ihre Kinder. Alle prägen die ihnen anvertrauten Menschen. Im Evangelium hat Petrus eine solche Schlüsselposition erhalten. Jesus sagt: Du bist der Fels auf dem ich meine Kirche baue. Er hatte großes Vertrauen in Petrus. Ich vertraue dir das Himmelsreich an. Trage Sorge dafür. Petrus hat sich viel Mühe gegeben. Er war Christi Nachfolger auf Erden, sowie jetzt der Papst sein Nachfolger ist. Was für damals galt gilt auch für uns heute. Er nimmt uns in Verantwortung, dass wir von Gottes großer Liebe zu uns erzählen. Eine andere Schlüsselposition ist Frieden zu stiften, im Sagen, Denken, Tun und wir gaben uns ein Friedenszeichen.
Bei den Fürbitten baten wir, dass alle, die eine Schlüsselposition haben, sei es ein Amt in der Kirche, in der Politik, bei der Arbeit, in der Familie, die Zeichen der Zeit erkennen, die richtigen Weichen stellen um sichere Grundlagen für die Zukunft zu ermöglichen. Nach dem Segen lud Pastoralreferent Herr Oberle–Wiesli uns zur gemeinsamen Begegnung im Freien ein, miteinander zu feiern, nach Büchern für den Urlaub zu schauen, gut in den Urlaub starten und gesund wiederkommen oder wieder gut in den Wochenalltag zu kommen. Von Glockengeläut begleitet sangen wir das Schlusslied „Großer Gott wir loben dich“. Dann gingen wir zu unserer Feier am Glockenturm, die vom Gemeindeteam organisiert wurde. Hier genossen wir nochmals die Gemeinschaft und hatten anregende Gespräche. Beim Bücherflohmarkt, der vom Büchereiteam vorbereitet wurde, konnte man für wenig Geld Urlaubslektüre erwerben.
Petra Hitziger-Rubio













