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Hab Mut – Steh auf! - Gemeinsamer Gottesdienst im pastoralen Raum Elsenfeld

Zum vierten Mal fand am 14.6. der gemeinsame Gottesdienst im pastoralen Raum Elsenfeld statt, in diesem Jahr in Rück, Kloster Himmelthal. Das Vorbereitungsteam unter Leitung von Holger Oberle- Wiesli hatte das Thema des Katholikentags aufgegriffen „Hab Mut! Steh auf“. Vielleicht könnte man jetzt hinzufügen „Geht weiter!“

In Bezug auf Lesung und Evangelium wurden in der Einleitung das Bild der Wüste, das Bild der Adlerflügel und das Bild der Arbeiter, die der Herr braucht, um seine Ernte einzufahren, umschrieben. Wüstenzeiten kennen wir alle, die persönlichen, die gesellschaftlichen und auch die pastoralen in unserer Kirche. Es fällt der ermutigende Satz im Buch Exodus: „Erinnert euch daran, wie ich euch auf Adlerflügel durch die Not getragen habe“. Diese Zusage steht und trägt auch heute noch. In unserem Lebensumfeld erleben wir immer wieder, dass wir mehr Gleichgesinnte bräuchten, die mitanpacken, um „die Ernte einzufahren“. In kurzen Statements berichteten Besucher des Katholikentags, welche Erfahrungen ihnen Mut gemacht haben, sich weiter auf den Weg zu machen.

In seiner Abschiedspredigt griff der scheidende Teampfarrer Dr. Heinrich Skolucki neben seinem Dank an die Wegbegleiter auch den Gedanken auf, mutig weiter in die Zukunft zu gehen. Kirche lebe durch die Menschen, die sie mittragen, kritisch und liebevoll zugleich.

Die geschickt ausgesuchten Lieder der Singgruppe „Horizont“ aus Rück unter der Leitung von Jochen Bohlender umrahmten stimmungsvoll den Gottesdienst. Eine Feude zu sehen, mit welcher Begeisterung die Ministranten, die vier Kirchenbänke füllten, das Schlusslied „Jesus Christ, you are my life“ schmetterten. Diese jungen Minis, die sich schon gut in unserem pastoralen Raum zusammengeschlossen haben, gehen mutig  Schritte in die Zukunft. 

Hatten wir im letzten Jahr, bedingt durch das schlechte Wetter, eher „Lagerromantik-Stimmung“ in Eichelsbach, so fanden sich heuer die zahlreich erschienenen Gottesdienstbesucher unter dem weit geöffneten Himmel der Klosterkirche in Rück wieder, wo man das Gefühl haben konnte, dass sich, wie es das Lied  beschreibt,  „Himmel und Erde berühren“, wenn Menschen aufeinander zugehen. 

Auch wenn durch den Weggang von Pfarrer Heinrich Skolucki ein Wermutstropfen im Gefüge des pastoralen Raums zurückbleibt, so ist dieser doch durch die Kompetenz seines pastoralen Teams und das Engagement der vielen Ehrenamtlichen und unscheinbaren Helfer gut aufgestellt. 

Wie heißt es in dem Lied von Alexa Feser:
 „ Mut ist ein Ja in einer schwierigen Zeit, sich zu entscheiden, ganz ohne Sicherheit.“

Gabi Scherpf