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Faire Woche

In diesem Jahr findet die Faire Woche vom 11. bis 25. September statt. Die faire Woche steht in diesem Jahr unter dem Motto: Fair handeln – Vielfalt erleben.

„Fair handeln – Vielfalt erleben!“ Das diesjährige Motto der Fairen Woche zeigt, wie jeder von uns an Gerechtigkeit und Vielfalt mitwirken kann.

Die Faire Woche 2026 legt dabei einen Fokus auf junge Menschen. Zum einen würdigt sie ihr Engagement – wie zum Beispiel an den über 1.000 Fairtrade-Schulen, wo SchülerInnen zu Fairem Handel arbeiten. Und zum anderen macht sie deutlich, dass junge Menschen in unseren Partnerländern besonders unter unfairen Bedingungen im internationalen Handel leiden. Noch immer müssen weltweit über 130 Millionen Kinder und Jugendliche arbeiten – oftmals für Produkte wie Schokolade oder Kaffee, die wir in Europa tagtäglich konsumieren. Junge Menschen arbeiten auch häufiger in informellen Jobs, etwa auf Plantagen oder in Textilfabriken. Für sie heißt das: niedrige Löhne, fehlende soziale Absicherung und große Unsicherheit.

Der Faire Handel wirkt dem entgegen. Denn er stärkt Kinderrechte und trägt dazu bei, die Ursachen von Kinderarbeit zu bekämpfen. Er steht für langfristige Partnerschaften mit Kooperativen, in denen ProduzentInnen unter geregelten Bedingungen arbeiten und stabile Mindestpreise für ihre Produkte erhalten. Das kommt nicht nur ihnen zugute, sondern auch uns in Deutschland – weil ein faires Handelssystem Lieferketten stabiler macht. Gleichzeitig sichert der Faire Handel einen verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen, damit Böden, Wasser und Wälder auch kommenden Generationen eine Lebensgrundlage bieten. Und er macht Gesellschaften vielfältiger, indem er die Biodiversität schützt, lokales Wissen bewahrt und Frauen fördert.

Für diese Ziele steht auch die deutsche Entwicklungspolitik. Wir engagieren uns gemeinsam mit dem Fairen Handel für ein gerechtes und nachhaltiges Handels- und Wirtschaftssystem. Ein Beispiel dafür ist der vom BMZ finanzierte Fairtrade Access Fund. Er stellt Kleinbäuer*innen in Lateinamerika und Afrika Kredite bereit und berät sie, damit sie sich als Fairtrade-Produzent*innen etablieren können. Mithilfe dieser Finanzierung können Kooperativen etwa Dünger oder Saatgut einkaufen und in ökologische Anbaumethoden investieren. So konnten in Äthiopien rund 80.000 KaffeebäuerInnen neue EU-Bio-Standards umsetzen, ihren hochwertigen Kaffee erfolgreich in Europa vermarkten und so ein höheres Einkommen erzielen. Einen ähnlichen Ansatz verfolgt der Human Rights and Environmental Due Diligence Unterstützungsfonds.

Das alles wäre ohne die zahlreichen Engagierten im Fairen Handel nicht möglich. Gerade in Zeiten globaler Krisen und zunehmender gesellschaftlicher Spannungen ist es wichtiger denn je, gemeinsam für Werte wie Solidarität und Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit und Vielfalt einzustehen.

Dazu können wir alle beitragen – zum Beispiel durch bewussten Konsum hier in Deutschland. Die Faire Woche macht uns bewusst: Der Faire Handel lebt vom Engagement entlang der gesamten Lieferkette – angefangen bei den ErzeugerInnen auf den Feldern und Plantagen, bis hin zu den KonsumentInnen im Supermarkt und im Weltladen.

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Motto der Fairen Woche ist „Fair handel – Vielfalt erleben“. In diesem Jahr soll es um die Jugend weltweit gehen. Die Faire Woche lädt dazu ein, genau darüber ins Gespräch zu kommen: Was bedeutet es heute, Vielfalt zu leben? Welche Herausforderungen bringt das mit sich – und wie kann der Faire Handel dabei unterstützen, Vielfalt auch in Zukunft zu sichern und zu stärken?

Wie ist „Fairer Handel“ definiert?

"Fairer Handel ist eine Handelspartnerschaft, die auf Dialog, Transparenz und Respekt beruht und nach mehr Gerechtigkeit im internationalen Handel strebt. Durch bessere Handelsbedingungen und die Sicherung sozialer Rechte für benachteiligte Produzent*innen und Arbeiter*innen – insbesondere in den Ländern des Südens – leistet der Faire Handel einen Beitrag zu nachhaltiger Entwicklung. Fair Handels-Organisationen engagieren sich (gemeinsam mit VerbraucherInnen) für die Unterstützung der ProduzentInnen, die Bewusstseinsbildung sowie die Kampagnenarbeit zur Veränderung der Regeln und der Praxis des konventionellen Welthandels."

Warum brauchen wir den Fairen Handel überhaupt?

Während der globale Reichtum immer weiter zunimmt, wächst die Kluft zwischen Arm und Reich. Die aktuellen Welthandels-Beziehungen tragen nicht zur Beseitigung dieses Problems bei, sondern verschärfen dieses sogar noch. Denn in der konventionellen Wirtschaft gilt Umsatzsteigerung als wichtigstes Ziel – oft auf Kosten von den Menschen, die unsere Alltagsprodukte anbauen und produzieren, davon aber kaum profitieren. Im Gegenteil: Unfaire Preise, schlechte Arbeitsbedingungen und ausbeuterische Kinderarbeit sind häufig an der Tagesordnung. Das gilt vor allem für Kleinbäuer*innen, Kleinproduzent*innen und Arbeiter*innen im Globalen Süden.

Weiterführende Informationen unter www.Faire Woche.de

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